Startseite
Suchen Suche:
Jesus Christus ("Kreuzesstamm/Osterlamm...") Jesus Christus, guter Hirte GL 366
Startseite







Ordnungen




Glockenlärm

Glockenläuten = Glockenlärm?

Glocken sind laut. Dafür sind sie gemacht. Sie sind als weithin hörbare Signalgeberinnen und Verkünderinnen des christlichen Glaubens erschaffen.

Doch in der heutigen Zeit empfinden viele Menschen das mächtige Läuten als Lärmbelästigung. Vor allem der nächtliche Stundenschlag stresst viele Anwohner, die,  bedingt durch das Tempo und den Druck unserer heutigen Leistungsgesellschaft, u. U. sowieso schon unter Schlafproblemen leiden.

Dass Glocken für das Gegenteil, also für Zeitlosigkeit, Ruhe und die Erinnerung an das Sterben-Müssen stehen, wird von dem Aufschrecken und Aus-dem-Schlaf-gerissen-werden in den Hintergrund gedrängt.

Leider muss man sagen, dass der Stundenschlag vieler Glockenanlagen tatsächlich aufdringlich und schrill klingt und für unsere Ohren das Gegenteil eines Wohllautes ist. Gründe hierfür sind meistens nicht die Glocken selber, sondern Mängel an der Umgebung der Glocken, z. B.:

  • Vorhandensein eines Stahlglockenstuhls oder von Stahljochen
  • Überalterung der Läutetechnik oder der Uhrenanlage
  • Akustische Missverhältnisse, z. B. hohler Stahlbetonturm, niedriger Turm
  • Schlechter Zustand der Schallläden
  • Schlechter Zustand der Glockenstube

Meistens gibt es bei Lärmbeschwerden die Möglichkeit, schalldämmende Maßnahmen zu ergreifen und einen Kompromiss zu finden, der alle Seiten befriedet.

Die Aufgabe der Kirchengemeinde ist es, die Beschwerden ernst zu nehmen und nach Lösungen zu suchen.

Die Aufgabe der Beschwerdeführer ist es, kompromissbereit zu sein und den Kirchengemeinden Zeit zu geben, nach Lösungen zu suchen.

Ziel für beide Parteien muss ein friedliches Nebeneinander sein.

Die Aufgabe der Glockensachverständigen besteht darin, orientierende Messungen durchzuführen und den Kirchengemeinden Vorschläge für schalldämmende Maßnahmen und akustische Verbesserungen an den Glockenanlagen vorzuschlagen.

Die rechtliche Grundlage für den nächtlichen Stundenschlag bildet das Bundes-Immissionsschutzgesetz, sowie die TA-Lärm.

 

Eine Zusammenfassung sowie Erläuterungen in verständlicher Sprache bietet die  Broschüre „Geräusche durch Glocken“, im März 2008 herausgegeben von der Landesanstalt für Umwelt in  Baden Württemberg (LUBW).

Sie finden sie als pdf.-Datei unter http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/357/glocken.pdf?command=downloadContent&filename=glocken.pdf oder Sie geben bei http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de im Suchfeld „Glocken“ ein, auch dann finden Sie die Broschüre.

Letzte Aktualisierung: 1.2.2013, 08:37 Uhr