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Geläute

Diözesane Geläute

Hier werden wichtigsten Groß-Geläute unserer Diözese in aller Kürze vorgestellt.



Das zahlenmäßig größte Geläute (13 Glocken) und zugleich auch das  größte  historische Barockgeläute der Diözese und von Württemberg hat die heutige Münsterkirche Obermarchtal (ehemalige Klosterkirche).

Die in den Jahren 1663 und 1688 gossenen 9 Glocken wurden damals von den in Rottenburg ansässigen Glockengießern Claudius und Johannes Rosier gegossen. Das Plenum dieses vielstimmigen Geläutes hat folgende Nominaltonreihe:

a° - c' - e' - g' - a' - h' - c" - d" - dis" - e" - fis" - a" - a"




So auch die neuen Glocken der St. Maria-Kirche in Stuttgart, welche 1960 vom Glockengießer Heinrich Kurtz aus Stuttgart gegossen wurden.

Diese sieben Glocken  bilden heute noch das tontiefste Geläute der Diözese. Die Nominaltonreihe lautet:

g° - h° - d' - e' - g' - a' - h' .

Dieses großartige und monumentale Geläute wurde vor der Montage in München aufgebaut, wo es zu Eröffnung des Eucharistischen Weltkongresses erstmals erklang.




Das zahlenmäßig zweitgrößte Geläute der Diözese welches nach dem 2. Weltkrieg aus einem Guss entstanden ist, befindet sich in Zwiefalten.

Gegossen wurde dieses in sich geschlossene Geläute im Jahr 1979  von Glockengießer Alfred Bachert  in Heilbronn.

Die in den beiden Türmen des Münsters untergebrachten 11 Glocken  mit einem Gesamtgewicht von über 13 Tonnen besitzen folgende Nominaltöne:

a° - h° - d' - e' - fis' - g' - a' - h' - c? - d?  und  e?.




8 Glocken  läuten in den beiden Türmen der Basilika St. Martin in Weingarten.

Die in Fachkreisen berühmte und wohl bekannteste Glocke in der Region Ravensburg ist die Hosanna-Glocke h°, im Jahr 1484 von Hans Ernst Lindau gegossen. Besonders das für diese Tonhöhe außergewöhnlich große Gewicht von 6190 kg und der besondere Klangcharakter  machten die "Hosanna" zu einer Kultglocke im gesamten Bodenseegebiet. Leider ist diese Glocke schon zweimal gesprungen. Sie wurde zwar wieder geschweißt, doch ihr inneres Gussgefüge lässt leider heute kein regelmäßiges  Läuten mehr zu. Im Jahr 1993 wurde deshalb eine Schwesterglocke, die "Gloriosa" mit dem Nominalton a° und 4400 kg zur Entlastung der "Hosanna" gegossen.




Ein bedeutendes und musikalisch sehr gutes Geläute mit 8 Glocken besitzt auch die Basilika St. Vitus in Ellwangen/Jagst.

Das mächtige Vollgeläute hat die Nominaltöne

a° - h° - d' - e' - g' - a' - h' - d"




Abschließend soll hier exemplarisch die Tonanalyse einer besonders schönen und gelungenen h° - Glocke für die St. Antoniuskirche in Waiblingen, gegossen 2003 von Firma A. Bachert in Kochendorf, vorgestellt werden.

Kenner und Musiker ersehen daraus, dass diese Glocke im Prinzipalbereich eine nahezu lineare Innenstimmung hat. Auch die Mixturen nach oben zur Doppelokatve verlaufen außergewöhnlich gut. An der Glocke wurden keine Korrekturarbeiten vorgenommen.


Teiltöne

Ton

+-

Frequenz

db

Resonanz

Sonstiges

No Nominal

+ 3

   

Hervorragende Klangeigenschaften

überdurchschnittliche  Resonanz (Nachhall)

Un Unterton

H

+ 4

123,761

81

200

Linearer Verlauf der Innenharmonie im Prinzipal und Mixturenbereich.

Pri Prime

 h°

+ 4

246,705

81

37

scharfe Trennung der Teiltöne (keine Streuung)

Inschriften fehlerlos gesetzt

gut

Te Terz

d‘

+ 4

293,33

76

32

lesbar

Q Quinten

fis‘

+ 10

380,182

43

 

Bildnisse und Reliefs markant und ausgeprägt.

Oktave

h‘

+ 3

493,142

75

 

Gusshaut bis auf wenige Stellen makellos.

No None

c“

     

De Dezime Moll

d“

     

De Dezime Dur

dis“

+10

638,70

40

  

Un Undezime 1

e"

+ 2

657,20

75

  

Diese Glocke kann musikalisch wie gusstechnisch zur Auslieferung empfohlen werden und somit auch zur Weihe!

Letzte Aktualisierung: 3.5.2016, 11:54 Uhr