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Berufseinführungsphase


Voraussetzungen und Ziele



Nach dem Wunsch der Deutschen Bischofskonferenz, die schon 1991 in Hinsicht auf den Kirchenmusiker feststellte "Der Eintritt in den Hauptberuf soll durch die Einführung einer Phase der Praxisbegleitung erleichtert werden", wurde die Berufseinführungsphase für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker ins Leben gerufen.

Seit 2002 richten die Diözesen Freiburg, Fulda, Limburg, Mainz, Rottenburg-Stuttgart und Speyer, die sich dazu in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefunden haben, dieses Angebot für Absolventen/innen des Studiums der katholischen Kirchenmusik gemeinsam aus.

Allgemein dauert die Berufseinführungsphase ein Jahr. Sie umfasst generell zwei fünftägige Kompaktseminare und ein vierwöchiges Mentorat vor Ort bei einem Kirchenmusiker der Diözese, in dessen Gebiet das Ausbildungsinstitut oder der Wohnort des Anwärters liegt. In der Regel soll die Berufseinführungsphase ab dem 7. Semester des grundständigen Studiums absolviert werden. Sie kann u. U. aber auch nach dem berufsqualifizierenden oder während eines sich an schließenden Aufbaustudiums wahrgenommen werden.

Der Zeitrahmen des Mentorats liegt dabei jeweils in den Semesterferien zwischen Winter- und Sommersemester, d.h. zwischen dem 15. Februar und 1. April. Während dieser Zeit kann und soll der Absolvent die ganze Palette der Kirchenmusik und einen gewichtigen Teil der kirchenmusikalischen Arbeit des Kirchenjahres vor Ort erfahren und auch selber mitgestalten.


Er soll in dieser Zeit auch im kirchenmusikalischen Bereich des Mentors wohnen. Es ist an Hospitationen, Kolloquien, aber auch an eigenverantwortliche Übernahme von Ensemblearbeit, Gruppenunterricht, Projekten etc. gedacht.

Erfahrene Kirchenmusiker/innen mit überregionaler Tätigkeit werden jeweils als Mentoren diese praktische Phase intensiv mitbegleiten. Die Zuteilung der Mentoren übernimmt das jeweilige Amt / Referat für Kirchenmusik der entsprechenden Diözese.

Von vielen Kirchenmusikern wurde und wird beklagt, dass sie für den komplexen Alltag des Kirchenmusikerberufs im Studium nicht genügend vorbereitet werden. Die zwei Kompaktseminare zu Beginn und zum Ende der Berufseinführungsphase bearbeiten daher vor allem Themen, die sich für die kirchenmusikalische Berufspraxis als außerordentlich wichtig herausgestellt haben, die aber im Studium von den Ausbildungsstätten nur rudimentär vermittelt werden können.

Hier werden diese Defizite aufgearbeitet. So umfasst die geplante Themenliste

"Arbeitsstrategien, Selbstorganisation, Zeitmanagement",
"Kulturmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzplanung, Sponsoring",
"Rechtskunde",
"Wie bewerbe ich mich?",
"Moderationstechniken" und
"Gesprächsführung, Gruppendynamik, Gremienarbeit"

Das gesamte Spannungsfeld wird jeweils in einem Grundsatzreferat, das sich speziell auf das Berufsprofil des Kirchenmusikers bezieht, angesprochen.


Letzte Aktualisierung: 17.12.2014, 08:31 Uhr